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Frankfurter Gastronomie testet Trinkhalme aus Bambus

Der Sommerurlaub steht vor der Tür und viele freuen sich auf Sonne, weiße Sandstrände und ein erfrischendes Bad im Meer. Die vielen Bilder von völlig verdreckten, mit Plastik übersäten Stränden kommen ein wenig wie Spielverderber daher. Da werfe ich seit Jahren jeden Kunststoffschnipsel in die Gelbe Tonne und mir wird immer noch ein schlechtes Gewissen gemacht. Zum Beispiel mit diesem Bild von dem Seepferdchen, das sich statt an Seegras festzuhalten – was normal wäre, um der Strömung standzuhalten – an ein Wattestäbchen klammert.

Selbstverständlichkeiten hinterfragen

In den letzten Monaten wurden Wattestäbchen und Strohhalme aus Plastik zu einer Art Symbol dafür, dass sich im Bewusstsein langsam etwas verändert. Ab 2019 soll in Großbritannien beides verboten sein. Auch die EU plant, Plastikgegenstände zu verbieten, die oft am Strand auftauchen und für die es sinnvollere Alternativen gibt. Strohhalme und Wattestäbchen gehören dazu, ebenso Getränkerührstäbchen, Plastikbesteck und -geschirr.

Angesichts der unvorstellbaren Müllberge – acht Millionen Tonnen Plastik landen geschätzt weltweit jedes Jahr in den Ozeanen – mag das wie ein Tropfen auf den heißen Stein klingen, aber irgendwo muss man ja anfangen und bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. Mir ist durch die Beschäftigung mit diesem Thema und der regelmäßigen Lektüre von Utopia.de letztens erst aufgefallen, mit welcher Selbstverständlichkeit ich einzeln in Plastikfolie eingeschweißte Spülmaschinentabs benutze. Was für ein überflüssiger Unsinn! Das werde ich nun ändern. Es kostet mich kein zusätzliches Geld, es ist kein Aufwand und das Geschirr wird ohne Plastik genauso sauber.

Trinkhalme aus Bambus sind wiederverwendbar

Einfach anfangen und ausprobieren, was funktioniert. Nach diesem Motto testen Frankfurter Gastronomiebetriebe zurzeit Trinkhalme aus Bambus. Die sind nicht nur vom Material her absolut unbedenklich, sondern auch wiederverwendbar. Bambustrinkhalme können ähnlich wie Pfeifen mit schmalen Bürsten gereinigt werden. Auf der Liste der Frankfurter Restaurants steht auch, weitere Alternativen zu Plastik zu finden.

In Deutschland liegt der Plastikverpackungsabfall mit 37,4 Kilo pro Kopf und Jahr an zweiter Stelle in der EU. Die Schweden kommen zum Beispiel mit 23,6 Kilo aus. Statistisch verbraucht jede*r EU-Bürger*in 71 Strohhalme im Jahr. Ordentlich viel Kleinvieh.

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