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Einzigartig vielseitiger Rohstoff

In seinen angestammten Gebieten in den Tropen und Subtropen braucht Bambus kaum Wasser und Dünger und er wird quasi nicht gespritzt.

Seine Halme wachsen sehr schnell und haben nach sechs Monaten ihre endgültige Höhe erreicht. Nach fünf bis sieben Jahren sind die Stangen ausgehärtet und können geerntet werden. Zwei, drei Jahre später hätten sie ihr Lebensende erreicht und würden von alleine absterben. Die Bambuspflanze selbst lebt weiter und schiebt immer neue Halme nach.

Zum Vergleich: Europäische Laub- und Nadelbäume brauchen sechzig bis achtzig Jahre, bevor sie gefällt und verwertet werden können.

Cellulose, Lignin & Kieselsäure

Der Bambushalm besteht etwa zu 50 bis 70 Prozent aus Cellulose und zu 25 bis 30 Prozent aus Lignin. Chemisch handelt es sich bei Cellulose um einen Vielfachzucker, der auch bei anderen Pflanzen den Hauptbestandteil der Zellwände ausmacht. Cellulose ist ein wichtiger Rohstoff zur Papier- und Bekleidungsherstellung. Lignin ist der Holzstoff, der bei Bäumen und auch bei Bambus für die harte Verholzung sorgt. Daher wird das Bambusmaterial oft als „Holz“ bezeichnet.

Darüber hinaus enthält Bambus viel Kieselsäure, die ebenfalls für seine Härte verantwortlich ist. Kieselsäure ist eine Verbindung von Silizium und Wasser.

Einzigartige Eigenschaften

Durch seine Inhaltsstoffe und durch die Art, wie diese in einem speziellen Kammersystem angeordnet sind, erhält Bambus seine einzigartigen Eigenschaften. Er ist ähnlich zugfest wie Stahl und so druckfest wie Beton.

Anders als Baumholz enthält Bambus keine Öle und Harze, was seine Weiterverarbeitung deutlich vereinfacht.

Über Bambuszucker, auch Tabaxir oder Bambuskampfer genannt, berichten wir an anderer Stelle.

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