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Rohre, Platten & Faserbambus

Nach fünf bis sechs Jahren können Bambusrohre geerntet werden. Sie werden abgesägt, getrocknet, haltbar gemacht und dann weiterverarbeitet.

Da Bambushalme nicht immer kerzengerade wachsen, werden gekrümmte Stellen nach der Ernte begradigt. Hierzu werden sie erhitzt und gebogen. Sind die Rohre einmal getrocknet, lassen sie sich kaum noch verbiegen.

Da die Oberfläche der Bambushalme dicht und hart ist, ist sie mittelfristig gut haltbar. Um Bambus langfristig haltbar und immun gegen Pilze und Bakterien zu machen, muss er entsprechend behandelt werden. Hier gibt es eine Vielzahl von Methoden: Imprägnieren mit Borsalz, Kochen in Wasserstoffperoxid, Dämpfen in einem Druckbehälter (Autoklav), Wässern oder Räuchern.

Bambusfasern sind der Länge nach parallel angeordnet. Das macht die Halme einerseits sehr flexibel, andererseits können dadurch Längsrisse entstehen. Um Längsrisse zu vermeiden, ist eine sorgfältige Trocknung wichtig.

Aufgrund der Materialhärte und der Längsrissneigung ist in der Regel angeraten, Werkzeuge zur Metallverarbeitung zu verwenden.

Aus Bambusrohren kann bereits eine Vielzahl von Produkten hergestellt werden. Noch deutlich mehr Möglichkeiten bietet die Weiterverarbeitung zu Platten von Span- und Sperrholzplatten über Furnier bis zu Massivplatten.

Faserbambus

Zerfaserte Bambusstreifen werden unter sehr hohem Druck gepresst. Das macht das Material extrem dicht und noch härter, so dass zum Beispiel Bodenbeläge aus Faserbambus sogar in Bad und Küche verlegt werden können. Feuchtigkeit kann nicht eindringen und Quell- und Schwindverhalten sind wesentlich geringer als bei klassischen Holzböden.

Verbundwerkstoffe

Bambus lässt sich gut mit anderen Materialien kombinieren. So kann er zum Beispiel mit Kunststoffen oder Beton gemischt werden. Rund um Bambus-Verbundwerkstoffe wird zurzeit viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit betrieben.

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